group show

Continental Drift | Salzamt, Linz/AT | 9.10. – 25.10.2019

In der Ausstellung „Continental Drift“ werden geodynamische Bewegungen der vermeintlich starren Erde, die darauf basierenden fixierten Vorstellungen von Grenzen sowie deren kulturell historische Auswirkungen thematisiert. Ankerpunkt hierbei bildet insbesondere der südamerikanische Kontinent, dessen wandelbare Landschaften und seine BewohnerInnen.
Die teilnehmenden internationalen KünstlerInnen loten akustisch, filmisch, fotografisch und sprachlich Räume aus und erforschen so die erwähnten Aspekte.

Teilnehmende Künstler*innen
Constanza Alarcòn Tennen
Tiziana Panizza
Cordula Daus
Alexander Glandien
Sebastian Six
Laurien Bachmann

Eröffnung:
9. Oktober 2019 19.00

Finissage:
24. Oktober 2019 19.00
Lecture Performance von Cordula Daus
Sound Performance von Sebastian Six & Laurien Bachmann

Whispering Dialogues | 5020 Salzburg/AT | 12. 07. – 28. 09. 2019

Gruppenausstellung mit Ricarda Denzer, FAXEN, Michael Heindl, Andrea Maurer und Christine Schörkhuber

Eröffnung: Freitag, 12.07, ab 18:00

Sprache als universelles Werkzeug und komplexes Kommunikationsmittel, als Erinnerungsträger und Inhaltsmediator erscheint in der Geschichte der Menschwerdung als ein Garant für Zivilisation und Kulturfähigkeit. Als Methode des Ausdrucks von Gefühlen, Wünschen und Gedanken verschiebt sich das expressive Vermögen von einer physischen Ebene hin zu einer Geistigen – neben Sinn und Überlieferung überträgt die Sprache das anthropozentrische Welt- und Selbstverständnis auf ihre Klangkörper. Vormals Abstraktes wird durch das konstruierte System der Sprache in textuelle Symbolik gefasst und ermöglicht dabei eine beschreibende Distanz zu der uns umgebenden Welt: Aus einer Vogelperspektive erlaubt Sprache uns die Welt in Codierungen zu erfassen und errettet uns aus den Wirren der Unzuordenbarkeit. Die Welt wird erklärbar und damit steuerbar, gleichzeitig wird ihr durch die Möglichkeit der Beschreibung Inhaltlichkeit verliehen.

Wahr ist, was sich beschreiben lässt – die Wissenschaftlichkeit der Materie behauptet sich vor ihrer Mystik. Als Politikum vermag die Stimme, die Ausdruck der Sprache ist, nicht nur die Welt zu reglementieren, sondern konstruiert in ihrem Sprachvermögen das menschliche Denken selbst. Sie ermöglicht ureigene, menschliche Regungen innerhalb der Parameter von textueller Artikulierbarkeit zu formulieren. In einer Absage an die nicht zuordenbare Autonomie von Regungen und Wahrnehmung unterwirft sich der denkende Mensch seiner eigenen Konstruktion und verleiht der Sprache so ein irreversibles Zugeständnis von Macht. In ihrem deskriptiven Faktizitätsanspruch entwirft die Sprache dabei Modelle von Wahrheit und Unwahrheit sowie von Wirklichkeit und Schein, wodurch das Potential zur Fiktion evoziert wird.

Die von Karolina Radenkovic kuratierte Ausstellung „Whispering Dialogues“ skizziert die Sprache in ihrem Spannungsverhältnis von Faktizität und Fiktion, Fülle und Entleerung sowie ihrem wissenschaftlichen Wahrheitsanspruch, welchem künstlerische Verfahrensweisen gegenübergestellt werden.

In den ausgestellten Arbeiten präsentiert sich Sprache dabei in ihrer Bruchhaftigkeit. Dabei wird aufgezeigt, wie die textuelle Artikulation in ihrer Unzulänglichkeit kaum der (historischen) Dichte der Geschehnisse und den menschlichen Regungen auf einer emotionalen Metaebene gerecht werden kann. In der Ausstellung wird der Wahrheitsanspruch von Sprache sowohl in schriftlicher als auch der mündlichen Ausprägung durch die Übertragung in (audio-) visuelle Medien untersucht. In ihrer Übersetzung vollzieht die Sprache dabei den Schritt zurück zur Abstraktion, welche uns als Betrachter*innen mittels ihrer Haptik unmittelbar begegnet.

Die Macht der Sprache wird uns anhand des eigenen Körpers und/oder der Verkörperung durch ein Objekt aufgezeigt und erfährt dadurch neben ihrer soziopolitischen Bedeutung ein physisches Ausmaß, als körperlich Erfahrbares. Ohne sich der Stimme als explizites Politikum zu bedienen, erschaffen die Arbeiten ein Bewusstsein für die Monumentalität der Sprache, um diese im nächsten Moment mithilfe der ihr eigenen Defekte zu dekonstruieren. Als Quintessenz verbleibt eine Bruchstückhaftigkeit des Sprach- und
Artikulationsvermögens, sowie eine Entleerung der Sprache als sinnstiftende Instanz, was uns zu einer Reise auf ihre spekulative Bedeutungsebene und zu ihrer Neucodierung einlädt.
Text: Johanna Binder

https://galerie5020.at/programm/whispering-dialogues

A Recollection of Resonances | bb15, Linz/AT | 7. – 14.12.2018

A Recollection of Resonances
bb15’s 10-Years Anniversary Exhibition

Exhibition Opening
December 7th, 2018, 7pm

Opening Hours
December 10th – 14th, 3 – 6pm

This retrospective exhibition celebrates bb15’s 10 year anniversary and introduces the new space to the public for the first time. bb15 would like to use this occasion to thank all the artists and the public gravitating around its space, for supporting it throughout the years.

The 10 years anniversary encompasses around 40 artists from numerous countries and is a non-thematic, dense and exuberant exhibition. The show creates an associative overview of bb15’s exhibition practice, displaying the diversity of ideas and approaches within its community, giving the opportunity to build unpredictable links between the presented artworks.

Artists:
Jan Adriaans | Laurien Bachmann | Steve Bates | Marita Bullmann | Pierre Berthet | Sam Bunn | Julian Day | Paul Devens | ekw14,90 | Karin Fisslthaler | Helen Anna Flanagan | Gabriela Gordillo | Jonas Geise | Nicola Genovese | Miriam Hamann | Michael Heindl | Monique Hendrikson | Mascha Illich | FAXEN | Kleft | Annette Knol | Franz Koppelstätter | Andreas Kurz | Yoojin Lee | Andrea Lüth | Rie Nakajima | Doris Prlic | Pio Rahner | Linus Riepler | Kristen Roos | Samuel Schaab | Liddy Scheffknecht | Tim Shaw | Bartholomäus Traubeck | André Tschinder | Julian Turner | Philip Ullrich | Wouter Van der Hallen | Janneke Van der Putten | Fernando Vigueras | Gloria Zein

Links:
http://bb15.at/termine/A_Recollection_of_Resonances

Sommerfrische reloaded 2018 | Wohnzimmergalerie, Seewalchen/AT | 14.7. – 9.9.2018

In The Works | Salzamt, Linz/AT | 18.4 – 4.5.2018

Eröffnung am Mittwoch, 18. April um 19 Uhr
Begrüßung: Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer

Seit Jänner sind die neuen lokalen KünstlerInnen im Salzamt, in vier Gemeinschaftsateliers arbeiten die nächsten beiden Jahre zehn Linzer KünstlerInnen.

Welche Themen und Medien beschäftigen sie, woran arbeiten sie zur Zeit?

Einen ersten Einblick in die künstlerische Praxis und laufende Projekte soll diese Gruppenausstellung bieten, die auch räumlich die Struktur der vier Ateliers übernehmen wird.

Elisabeth Altenburg / Davide Bevilacqua / Laurien Bachmann / Rico Hentschel / Florian Kofler / Sun Li Lian Obwegeser / Marie-Andrée Pellerin / Sebastian Six / Stefan Tiefengraber / David Wittinghofer

Ausstellung bis 4. Mai

More:
http://blog.salzamt-linz.at/
https://www.facebook.com/events/1516782768448421/

Salzamt In The Works | Photo: Laurien Bachmann
Salzamt In The Works | Photo: Laurien Bachmann

A Vocabulary of Noise | bb15, Linz/AT | 23. + 26.9.2017

A Vocabulary of Noise flyer

Jan Adriaans, Bryony Gillard, Monique Hendriksen, Marie-Andrée Pellerin, FAXEN

In the framework of a group residency at bb15, Jan Adriaans (NL), Bryony Gillard (UK), Monique Hendriksen (NL), Marie-Andrée Pellerin (CA) and FAXEN collective (AT) develop a multi-event project in Linz that approaches the notion of noise and randomness on a conceptual level. Communication is considered as an interplay of pattern and randomness, a deterministic network infiltrated with errors, scratches and hiccups. These unpredictabilities shape the pattern again, in a constant process of adaptation. Noise keeps us from predicting the future. There is no blueprint we can draw conclusions from.

Public Working Session
September 23rd, starting at 14:00

Final Event
September 26th, 19:30

More:
http://bb15.at/termine/A_Vocabulary_of_Noise

Deformation der Stille | galerie5020, Salzburg/AT | 11.12. – 14.02.2015

Ein Ausstellungsprojekt von Franz Bergmüller & Siegfried Zaworka

Mit:
Ioan Cernei & Tiina Sööt, FAXEN, Susanna Flock, Peter Fritzenwallner, Michael Gumhold, Stefan Klampfer, Ulrike Königshofer, Jakob Neulinger, Ivan Petkov, Christian Ruchnewitz

Die Form bedingt den Ton könnte eine Maxime des Instrumentenbaus sein. Wenn jedoch die Form eines Dinges zur Herstellung eines Tones mindestens gleichberechtigt zeichnet, führt uns diese Aussage direttissima zur »Deformation der Stille«.
Der Ton transformiert hierbei die Form, so möchte man rückwirkend hinzufügen – und zwar nicht nur in jenem bestimmten Kontext, in dem beide existieren, sondern bereits davor: denn die Form des Apparates zur Herstellung eines Tones unterliegt bereits einer Zweckgebundenheit. Der Begriff »Zweckgebundenheit« täuscht allerdings gerne über die damit gewonnenen Freiheiten bei der Suche nach einem geeigneten Formenvokabular, das eine tatsächliche Vertonung impliziert, hinweg.
Klangliche Installation, akustische Plastik, donnernde Performance, ächzende Grafik, murmelnde Malerei – einige in verschiedenen medialen Bereichen verankerte hybride Stützkonstruktionen geraten in den Fokus unserer Aufmerksamkeit: Wer einen Ausstellungsbeitrag übersehen möchte, braucht Ohrenstöpsel, um sich nicht die visuelle Ausprägung durch den in Dezibel messbaren Output vorstellen zu müssen.
(Franz Bergmüller, Siegfried Zaworka)

Transposition.Change | NÖDOK, St. Pölten/AT | 21.3. – 27.4.2014

Foto © Josef Reitsberger, VA01_C03_Ma01_Ca03_E02, 2014

Hubert Lobnig kuratiert Arbeiten von Studierenden und AbsolventInnen der Experimentellen Gestaltung der Kunstuniversität Linz.

Der Terminus „Transposition“ und der Terminus „Change“ werden hier für die Arbeit von KünstlerInnen eingesetzt, die auf sehr ungewöhnliche Art mit Wirklichkeit umgehen. Es steht für einen Prozess von feiner Wahrnehmung und Übersetzung – vielleicht für eine Transportation und Transformation auf eine andere Ebene, die neue, differenzierte Sichtweisen ermöglicht.

Zugleich stehen die Begriffe für die Kunst von Hubert Lobnig, und seine kuratorische und vermittelnde Tätigkeit, die er seit nun fast 20 Jahren auch an der Experimentellen in Linz ausübt. Lehre, die immer in der Position der Transformation, des Austausches von Konzeptionen und Kompetenzen, des Wechsels und der Veränderung aufgebaut ist – ständig in Bewegung.

Die Ausstellung wird eine Vielzahl von hervorragenden Arbeiten von Studierenden und Absolventinnen der Experimentellen in Linz in unterschiedlichsten Medien zeigen. Neue Arbeiten, aber auch Werke und Projekte, die schon in Ausstellungen gezeigt und unterschiedlichen Öffentlichkeiten präsentiert wurden, Diplomarbeiten, Arbeiten, die außerhalb des universitären Zusammenhangs entstanden sind aber auch manche, die aktuell in der Experimentellen entstehen.

Zusätzlich befragt die Ausstellung die Position von KünstlerInnen, die eine Trans-Position in der Gellschaft einnehmen, also keine fixierte, sondern eine bewegte, die das Dazwischen als Chance für Wahrnehmung und Erkenntnis definiert.

Die Experimentelle Gestaltung wurde in den 1970 er Jahren von Laurids Ordner (Haus-Rucker-Co) gegründet, 1993 von dem Philosophen und Ausstellungskurator Herbert Lachmayer neu ausgerichtet an der Schnittstelle von Kulturwissenschaften und künstlerischer Forschungspraxis und wird seit 2002 von Andrea van der Straeten geleitet. Hubert Lobnig hält seit 1993 grundlegende Lehrveranstaltungen und hat seit 2003 den Schwerpunkt ortsbezogene Kunst und Kunst im öffentlichen Raum mit zahlreichen Lehrveranstaltungen und Projekten ausgebaut.

Teilnehmende Studierende / AbsolventInnen
MARKUS BURGSTALLER, ROMINA DODIC-SZEPE, EKW 14.90, STEPHANIE FARKASHAZY, JAKOB BREITWIESER, MATTHIAS LINDNER, FAXEN, KARIN FISSLTHALER, SUSANNA FLOCK, ULRICH FOHLER, KATHARINA GRUZEI, JENS HÖFFKEN, EGINHARTZ KANTER, THOMAS KLUCKNER, ANDREAS KURZ, ANDRÉ TSCHINDER, INGO LEINDECKER, MATTHIAS LINDNER, MARIE-THERESE LUGER, ELKE MEISINGER, AGNES MIESENBERGER, LEONHARD MÜLLNER, SUN LI LIAN OBWEGESER, BERND OPPL, DORIS PRLIC, JOSEF REITSBERGER, KAROLINE RUDOLF, STEFAN STIPEK, thusandhence, JAKOB DIETRICH & KAI MAIER-ROTHE, JOCHEN ZEIRZER

Eröffnung: 21. März 2014, 18.00 Uhr; Ausstellung bis 27. April 2014
NÖ Dokumentationszentrum für moderne Kunst, St. Pölten
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr, Eintritt Frei

NÖ Dokumentationszentrum für moderne Kunst
Prandtauerstraße 2
3100 St.Pölten

more:
www.noedok.at
https://www.ufg.at/

Alle Worte sind aus! / All words have run out! | Kunstraum Goethestrasse xtd, Linz AT | 17.10. – 14.12.2012

Alle Worte sind aus / All words have run out

Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 17. Oktober 2012 um 19:30 Uhr.
Dauer der Ausstellung: 18.Oktober – 14. Dezember 2012

Beteiligte KünstlerInnen: Iris Andraschek, Christian Hasucha, FAXEN, The Speech Karaoke Action Group, Simone Zaugg

„Alle Worte sind aus!“ lautet das Jahresstatement des KunstRaum Goethestrasse xtd. Es verweist auf das Bedürfnis, nicht alles erklären zu müssen und ist ein Versuch, einer allgemein wahrgenommenen Beliebigkeit das Wort zu entziehen. Kulturelles und künstlerisches Produzieren müssen einen Freiraum im Prozess beinhalten.

Für die Ausstellung ist es der Impuls, fünf internationale Positionen in den Raum zu bringen, in denen die Annäherungen, das Dazwischen und das Beziehungen herstellen, thematisiert werden.

Das Jahresstatement widerspiegelt das hohe Interesse des KunstRaum Goethestrasse xtd an Formen des „in Erscheinung Tretens“ und des „in Beziehung Tretens“ und auf dem Erspüren von Dynamiken und Atmosphären.

KunstRaum Goethestrasse xtd, Goethestrasse 30, 4020 Linz